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GraphicX – mehr als nur eine x-beliebige Schülerfirma

5. Mai 2019 - Ken Mertens


Schüler, die Unternehmer sind: Viele Jugendliche und junge Erwachsene hegen den Traum eines eigenen Unternehmens, einer Geschäftsidee, die sie im Team zusammenspinnen und gemeinsam realisieren – vom ersten Konzept bis zum fertigen Produkt. Mit Hilfe einer Schülerfirma kann man sich diesen Traum erfüllen und es braucht nicht mehr, als interessierte, motivierte Schüler, kreative Ideen und einen Lehrer, der seine Unterstützung anbietet.

Schülerfirmen sind die erste Gelegenheit für junge Menschen, berufsvorbereitende Kompetenzen und Fähigkeiten für den späteren Lebensweg zu sammeln. Dabei stellen diese keine eigene Rechtsform dar, sondern sind als schulisches Projekt zu verstehen, welches sich klare Ziele setzt und die Erwirtschaftung von Profit in den Hintergrund stellt; gewissermaßen ein „Unternehmen 1.0“, welches eine spannende Gelegenheit bietet, selbst im unternehmerischen Rahmen aktiv zu werden und seine Produkte oder Dienstleistungen an den Mann oder die Frau zu bringen.

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Die Gründung einer Schülerfirma gestaltet sich relativ simpel, jedem Schüler soll es offenstehen, seine Idee so einfach wie möglich umzusetzen: Am Anfang steht eine Kerngruppe mit einem Projektverantwortlichen, welche sich als Team klarwerden müssen, was genau sie wollen (Produkt/Dienstleistung), was sie für die Umsetzung ihrer Vorstellungen benötigen (Räume der Schule, Arbeitsmaterialien, fachliche Unterstützung etc.) und wie sie ihren Gewinn verteilen wollen – dabei ist alles möglich, von der kompletten Spende als Fördermaßnahme an die Schule, bis hin zur eigenen Verwaltung und internen Verteilung des Geldes. Alle diese Grundsätze sollten in einem Maßnahmenplan oder einer Satzung festgehalten und von allen Teammitgliedern anerkannt werden.

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Der nächste Schritt stellt die Suche nach einem Lehrer dar, welcher die Schülerfirma betreut und unterstützt. Dieser sollte ebenso für die Ideen und Vorstellungen der Schülerfirma brennen, wie das Gründungsteam selbst. Ist dieser gefunden, kann ein Vertrag mit der Schulleitung aufgesetzt werden, in welchem die zuvor gesammelten Grundsätze der Satzung in Vertragsform festgehalten werden. Dieser Vertrag hat nicht nur ideelle, sondern vor allem versicherungsrechtliche und allgemeinrechtliche Zwecke, wodurch beispielsweise die Anmeldung als Gewerbe und die Steuerpflicht (bis zu einem gewissen Grenzwert) entfallen. Die Schulkonferenz sollte bei dem endgültigen Beschluss des Vertrages ebenfalls mit ins Boot geholt werden.

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